Projektziele

Religiöse Diversität ist üblicherweise die Norm. Trotzdem war religiöse und ethnische Vielfalt in Deutschland lange Zeit ungewohnt, da das religiöse Leben und die Wahrnehmung von Religion in Europa für viele Jahrhunderte durch zwei bestimmende Konfessionen geprägt wurden. 

Eine sich wandelnde Religionslandschaft – veränderte Wahrnehmung

In den letzten Jahrzehnten jedoch veränderten sich die religiösen Konturen auf radikale Weise, genauso wie die Wahrnehmung von Religion. Die Anzahl kleinerer christlicher Gemeinden stieg, und aufgrund von Migration wuchs auch die Beteiligung an neuen Weltreligionen schnell an: Islam, Religionen aus Asien und Südamerika, ein wiederkehrendes Judentum, neue religiöse Gruppen und Glaubensrichtungen sowie eine anwachsende individuelle Spiritualität. 

Projekt zu regionaler religiöser Pluralität

Das CERES Projekt Religiöse Pluralität in Nordrhein-Westfalen sieht sich selbst als Plattform für religiöse Diversität. Es bietet soziologische Daten über die jeweiligen Gruppen; zu Größe und Mitgliederzahlen, Informationen über akzeptierte Prinzipien sowie Links zu den offiziellen Webseiten der einzelnen religiösen Gruppen. Alle hier online verfügbaren Informationen werden unabhängig und nach wissenschaftlichen Standards zusammengestellt. Jede religiöse Gruppe ist selbst verantwortlich für die eigene öffentliche Darstellung. Indem eine wissenschaftliche Perspektive von außerhalb mit der intimen Perspektive aus diesen religiösen Gemeinschaften heraus verknüpft wird, funktioniert die Seite als Schnittstelle zwischen religionswissenschaftlichen Theorien und religiöser Praxis.