Landkarten der Diversität

Die Landkarten zeigen eine topographische Analyse der Daten, die in Nordrhein-Westfalen gesammelt wurden. Religiöse Pluralität wird hier mithilfe eines Diversitätsindex sichtbar gemacht, der die Anzahl religiöser Gemeinschaften und den Anteil der Verbindungen mit einbezieht. Der Grad an Diversität zeigt die Verbreitung von Religionsgemeinschaften in den jeweiligen Gebieten. Ein Diversitätsindex von 0 bedeutet somit das Monopol nur einer Religionsgemeinschaft. Je näher der Index an 1 heranreicht, desto vielfältiger ist die religiöse Situation. Der Index ist keine feststehende Zahl, sondern vielmehr verändert er sich basierend auf den Parametern, die ihn begründen. Für einen einzelnen Distrikt kann er nur in Bezug zu seiner Umgebung interpretiert werden.

 

Die Landkarten zeigen, dass Diversität ein primär städtisches Phänomen ist. Es gibt mehr Vielfalt in den urbanen Zentren als in den ländlichen  Gebieten, die tendenziell religiös homogener und traditioneller sind. Daraus ergeben sich wichtige Fragestellungen für zukünftige Pluralitätsforschung, zum Beispiel nach den Gründen, warum der städtische Kontext religiöse Vielfalt dermaßen fördert. Außerdem stellt sich die Frage, ob die Entwicklung in den Städten als Vorreiter für die generelle Entwicklung religiöser Landschaften gesehen werden kann. Diese Fragen bilden den Kern für zukünftige Projekte.